Ausgleichsmasse-Rechner
Berechne, wie viele Kilogramm und Säcke Ausgleichsmasse du für deine Fläche brauchst - nach Schichtdicke und Ergiebigkeit.
So funktioniert der Ausgleichsmasse-Rechner
Der Ausgleichsmasse-Rechner ermittelt, wie viel Trockenpulver du brauchst, um einen Boden in einer bestimmten mittleren Schichtdicke auszugleichen. Er passt zu Vorarbeiten vor Laminat oder Fliesen, wenn der Untergrund nicht eben genug ist.
Der Rechner ersetzt keine Produktanleitung. Er macht die Mengenrechnung transparent: Fläche, Schichtdicke, Ergiebigkeit und Sackgewicht hinein, Kilogramm und aufgerundete Sackzahl heraus.
Eingaben
Die Fläche gibst du in Quadratmetern ein. Bei verwinkelten Räumen ist es sauberer, einzelne Rechtecke zu messen und zu addieren, statt grob zu schätzen.
Die mittlere Schichtdicke ist die durchschnittliche Ausgleichshöhe in Millimetern. Kleine Dellen und höhere Stellen gleichen sich dabei rechnerisch aus. Der Rechner ist auf 30 mm begrenzt, weil Ausgleichsmasse hier als dünne Ausgleichsschicht geplant wird. Wenn die gemessene Höhendifferenz darüber liegt, hilft der Vergleich Ausgleichsmasse oder Estrich? bei der Einordnung des passenden Verfahrens. Wie du Ebenheit und Saugfähigkeit vorab prüfst, beschreibt der Ratgeber Untergrund prüfen und ausgleichen.
Die Ergiebigkeit beschreibt den Verbrauch je Quadratmeter und Millimeter Schichtdicke. Die Vorbelegung beruht auf drei Hersteller-Datenblättern bzw. Produktangaben (PCI, Racofix/Sopro, CIMSEC; abgerufen am 29.07.2026): 1,5-1,7 kg/(m²·mm) für typische zementäre Ausgleichs- und Nivelliermassen. Der voreingestellte Wert 1,6 ist nur ein Rechenwert. Maßgeblich ist die Angabe auf der Verpackung deines Produkts.
Beim Sackgewicht trägst du das Gebinde ein, das du kaufen willst, zum Beispiel 20 oder 25 kg. Der Sicherheitszuschlag deckt Anmischverluste, kleine Messungenauigkeiten und Nachbesserungen ab.
Ergebnisse
Das Hauptergebnis ist die benötigte Menge Ausgleichsmasse in Kilogramm. Zusätzlich zeigt der Rechner, wie viele Säcke du kaufen musst. Die Sackzahl wird immer aufgerundet, weil ein angebrochener Bedarf nicht als halber Sack gekauft werden kann.
Die Formel
Der Rechner nutzt diese Formel:
kg = Fläche (m²) × Schichtdicke (mm) × Ergiebigkeit (kg/(m²·mm)) × (1 + Sicherheitszuschlag / 100)
Säcke = kg ÷ Sackgewicht, aufgerundet
Die Formel rechnet mit Trockenpulver. Wasserzugabe, Mischzeit, Verarbeitungszeit und Schichtgrenzen richten sich nach dem konkreten Produkt.
Beispiel
Ein Raum hat 15 m² Fläche. Die mittlere Schichtdicke liegt bei 5 mm. Als Ergiebigkeit werden 1,6 kg/(m²·mm) angesetzt, der Sicherheitszuschlag beträgt 5 %, ein Sack wiegt 25 kg.
15 × 5 × 1,6 × 1,05 = 126 kg
126 ÷ 25 = 5,04, aufgerundet also 6 Säcke.
Ohne Sicherheitszuschlag wären es 120 kg, also rechnerisch 5 Säcke. Der Zuschlag verhindert hier, dass ein kleiner Mehrbedarf sofort einen zweiten Einkauf auslöst.
Was diese Rechnung nicht ersetzt
Der Rechner gibt keine Trocknungszeit in Stunden an. Wann die Fläche begehbar oder belegreif ist, steht auf der Verpackung und hängt vom Produkt, der Schichtdicke, Temperatur, Luftfeuchte und dem Untergrund ab.
Er ist auch keine Produkt-, Marken- oder Preisempfehlung. Für Sonderfälle wie stark unebene Böden, kritische Altbeläge, Feuchteschäden oder sehr große Schichtdicken sollte der Untergrund fachlich geprüft werden, bevor du Material bestellst.
Quellen
CIMSEC Nivelliermasse, Produktangabe
Obere Spannengrenze 1,7 kg/(m²·mm) und der 5-%-Sicherheitszuschlag
Häufige Fragen
Wie viel Ausgleichsmasse braucht man pro Quadratmeter?
Als Faustwert braucht es rund 1,5 bis 1,7 Kilogramm Ausgleichsmasse pro Quadratmeter und Millimeter Schichtdicke - das deckt übliche zementäre Nivelliermassen ab, wie sie vor Fliesen, Laminat oder Parkett zum Einsatz kommen. Wie viele Millimeter Schichtdicke im Einzelfall nötig sind, zeigt die Prüfung mit einem Richtscheit oder einer Wasserwaage auf dem jeweiligen Untergrund.
Diese Spanne ist ein produktübergreifender Richtwert aus mehreren Herstellerdatenblättern und Produktangaben (PCI, Racofix/Sopro, CIMSEC; abgerufen am 2026-07-29), kein fester Wert für jedes Produkt. Wie ergiebig eine Ausgleichsmasse tatsächlich ist, hängt vom konkreten Produkt ab und steht auf der Verpackung - dieser Wert ist immer maßgeblich, nicht die Faustregel hier.
Für die genaue Menge auf deiner Fläche lohnt sich der Ausgleichsmasse-Rechner: Er verrechnet Fläche, gemessene Schichtdicke, die Ergiebigkeit deines Produkts, Sackgewicht und einen Sicherheitszuschlag zu Kilogramm und Sackzahl - inklusive Aufrundung auf ganze Säcke. So lässt sich auch ein größerer Raum mit ungleichmäßiger Schichtdicke grob planen, ohne selbst zu multiplizieren.
Was der Rechner nicht liefert, ist eine Trocknungszeit: Wie lange die Ausgleichsmasse aushärten muss, bevor der nächste Arbeitsschritt folgt, ist ebenfalls eine Herstellerangabe auf der Verpackung und je nach Produkt und Schichtdicke unterschiedlich.
Mehr zur Abgrenzung von Nivellier- und Spachtelmasse klärt der Glossareintrag Ausgleichsmasse.
Wie wirkt sich der Untergrund auf den Materialbedarf aus?
Ein saugender, glatter oder unebener Untergrund verändert den Materialbedarf bei jedem Gewerk unterschiedlich stark: Bei Wandfarbe und Beton wirkt er sich direkt auf die vom Rechner ausgegebene Menge aus, bei Fliesen, Laminat und Tapeten betrifft er nur das Vorbereitungsmaterial.
Bei Wandfarbe entscheidet der Untergrund über die Zahl der Anstriche und die genutzte Ergiebigkeit – wie viele Anstriche ein rauer oder saugender Grund verlangt, erklärt die FAQ Wie viele Anstriche braucht eine Wand?, den Literbedarf pro Quadratmeter die FAQ Wie viel Farbe braucht man pro Quadratmeter?. Beide Antworten hier zu wiederholen wäre redundant – der Wandfarbe-Rechner übernimmt diese Angaben direkt in seine Formel.
Beim Beton-Rechner läuft es anders: Ein unebener Untergrund erhöht praxisüblich den Materialzuschlag, aber nicht als eigenes Formel-Feld, sondern als Faustwert im Begleittext – wer grob planen will, rechnet hier lieber mit etwas mehr statt exakt.
Bei Fliesen und Laminat ändert der Untergrund nicht die vom Fliesen-Rechner oder Laminat-Rechner ausgegebene Stückzahl. Bei Fliesen betrifft er vor allem Vorbereitung und Verarbeitung: Den Kleberbedarf für die Verlegung schätzt der Fliesenkleber- und Fugenmasse-Rechner, unebene Böden gehören dagegen in den Ausgleichsmasse-Rechner. Fliesenkleber ist kein Ersatz für Untergrundausgleich. Beim Tapezieren ist es ähnlich: Ein saugender oder unebener Untergrund verlangt oft eine Grundierung und mehr Kleister pro Bahn, während der Tapeten-Rechner selbst weiterhin nur mit Wandumfang, Raumhöhe und Rapport rechnet. Wie viel Kleber oder Kleister nötig ist, hängt vom Produkt ab und steht auf der Verpackung; die benötigte Menge Ausgleichsmasse für Fliesen und Laminat ermittelt der Ausgleichsmasse-Rechner.