Wie messe ich eine Raumfläche richtig aus?
Du misst jede gerade Teilfläche einzeln mit Länge mal Breite und addierst die Werte zur Gesamtfläche. Bei Böden ist das Länge mal Breite des Raums, bei Wänden Länge mal Höhe der jeweiligen Wand. Große Fenster und Türen ziehst du ab, kleinere Öffnungen wie Steckdosen oder ein schmales Kellerfenster lässt du als Puffer für Verschnitt drin. Ist der Raum verwinkelt – ein Erker, eine Nische, eine Dachschräge – teilst du ihn in einfache Rechtecke, misst jedes einzeln und addierst am Ende alles zusammen. Ein L-förmiges Wohnzimmer aus einem Hauptraum von 4 × 5 m und einem Anbau von 2 × 2 m ergibt so 20 m² plus 4 m², also 24 m² Gesamtfläche.
Diese Methode gilt unverändert für die drei echten Flächen-Rechner: Der Fliesen-Rechner, der Laminat-Rechner und der Wandfarbe-Rechner erwarten alle drei die Fläche in Quadratmetern als Haupteingabe, unabhängig davon, ob Boden oder Wand gemeint ist.
Zwei Rechner der Domäne messen dagegen anders und lassen sich nicht einfach gleichsetzen. Der Tapeten-Rechner rechnet mit dem Wandumfang in Metern statt mit der Fläche, weil Rollenbreite und Rapport die Bahnenzahl bestimmen. Der Beton-Rechner braucht zusätzlich zur Grundfläche noch die Tiefe: Hier zählt das Volumen aus Länge, Breite und Tiefe, nicht die reine Fläche.
Quellen
Flächenermittlung nach VOB/C